Ein Notfallwiederherstellungsplan bedeutet, im Voraus zu entscheiden, wie viele Daten Sie verlieren dürfen und wie schnell Sie zurück sein müssen. Diese beiden Zahlen — RPO und RTO — ergeben sich direkt aus Ihrem Backup-Design. Im Folgenden zeigen wir, wie Sie sie festlegen und wo Backup im Plan steht.
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Ohne diese beiden Zahlen können Sie keine sinnvolle Backup-Häufigkeit wählen.
„Wie viele Stunden Daten darf ich höchstens verlieren?" Das bestimmt direkt Ihre Backup-Häufigkeit. Stündliche Backups bedeuten ein RPO von einer Stunde.
„Wie schnell muss das System wieder laufen?" Das bestimmt Ihre Wiederherstellungsgeschwindigkeit und Vorbereitung.
Wie weit müssen Sie zurückgehen können? Wie spät Sie ein Problem bemerken könnten, entscheidet das.
Wie oft wird der Plan geprobt? Ein ungetesteter Plan ist ein Wunsch, kein Plan.
Diese Zuordnung ist für die meisten Unternehmen ein praktischer Ausgangspunkt.
Inhalte ändern sich selten; wöchentlich oder täglich reicht, das RPO darf einige Tage betragen.
Täglich ist sinnvoll — Sie verlieren höchstens einen Tag Inhalt.
Täglich wird schnell teuer. Stündlich senkt das RPO auf eine Stunde.
Häufiger als stündlich kann angebracht sein, abhängig vom Bestellvolumen.
Dateien ändern sich selten, Datenbanken ständig. Getrennte Häufigkeiten schützen mehr und kosten weniger.
In einer Krise brauchen Sie ein Dokument zum Lesen, keine Erinnerung.
Welche Systeme kommen zuerst zurück? Ist die Reihenfolge schriftlich festgehalten?
Ist je System ein akzeptierter Verlust und eine Wiederherstellungszeit definiert?
Wo liegen die Backups? Wer hat Zugriff? Wo liegt der Verschlüsselungsschlüssel?
Sind die Schritte dokumentiert oder nur in einem Kopf?
Wer informiert wen und wann? Wer verantwortet die Kundeninformation?
Wann wurde der Plan zuletzt geprobt? Wurden die Ergebnisse festgehalten?
Ohne Backup ist keine Wiederherstellung möglich, doch eines zu haben genügt allein nicht. Die meiste in einer Krise verlorene Zeit geht nicht auf „gab es ein Backup?", sondern auf „wer spielt es woher und wie zurück?"
Bereiten Sie daher neben den Backups drei Dinge vor: dokumentierte Wiederherstellungsschritte, vorab definierte berechtigte Personen und Ihren Verschlüsselungsschlüssel unabhängig vom Server gespeichert. Lag der Schlüssel nur auf dem verlorenen Server, ist Ihr verschlüsseltes Backup mit ihm verloren.
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