Der erste Schritt fast jedes Ransomware-Angriffs ist derselbe: zuerst die Backups löschen. Ist Ihr Backup löschbar, sitzen Sie am Verhandlungstisch. Mit aktiviertem Object Lock werden Lösch- und Überschreibvorgänge auf Speicherebene abgelehnt. Im COMPLIANCE-Modus kann diese Kopie während der Sperrfrist niemand löschen — auch nicht der Kontoinhaber, selbst wenn Ihr Server kompromittiert ist; im GOVERNANCE-Modus kann ein Konto mit Sonderberechtigung die Sperre aufheben. Die Funktion arbeitet nur in einem S3-kompatiblen Bucket mit aktiviertem Object Lock.
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Ist ein Angreifer erst drin, hat er dieselben Rechte wie Sie — einschließlich des Löschrechts.
Moderne Ransomware sucht erreichbare Backups und löscht sie, bevor sie irgendetwas verschlüsselt.
Werden Ihre Speicher-Schlüssel kompromittiert, kann ein Angreifer auch Ihre Cloud-Backups löschen.
Ein Eindringling kann wochenlang warten, bis jedes Backup in Ihrem Aufbewahrungsfenster seinen Code enthält.
Ein berechtigter Benutzer, der Daten löscht — versehentlich oder bewusst — hat denselben Effekt.
Eine falsch konfigurierte Aufbewahrungsregel kann Backups entfernen, die Sie behalten wollten.
Manche Prüfungen verlangen den Nachweis, dass ein Backup unverändert ist; WORM liefert ihn.
Sie erstellen einen S3-Bucket mit aktiviertem Object Lock — in Ihrem eigenen Konto.
Sie wählen den Sperrmodus (COMPLIANCE oder GOVERNANCE) und wie viele Tage (1–3650) jedes Backup unveränderlich bleibt.
Jedes Backup wird mit Sperr-Metadaten geschrieben; Löschanfragen werden abgelehnt.
Kann die Sperre nicht gesetzt werden, gilt das Backup nicht als erfolgreich — es entsteht keine still ungeschützte Kopie.
Bei den meisten Diensten kann Object Lock nur bei der Bucket-Erstellung aktiviert werden und lässt sich später nicht mehr einschalten. Wenn Sie WORM nutzen wollen, erstellen Sie den Bucket von Anfang an damit.
Während der Sperrfrist können auch Sie die Datei nicht löschen. Das gehört zum Schutz — sonst könnte ein Angreifer sie ebenfalls löschen. Die Speicherkosten laufen weiter, beginnen Sie daher mit einer kurzen Frist (7–14 Tage) und verlängern Sie sie nach Bedarf.
Dienste mit Object-Lock-Unterstützung: Amazon S3 sowie S3-kompatible Anbieter wie Wasabi, Backblaze B2 und MinIO. Google Drive, Dropbox, OneDrive und Yandex.Disk bieten es nicht — dort ist WORM nicht verfügbar.
Für WORM fällt kein Aufpreis an; es läuft in Ihrem eigenen S3-Bucket. Bis zum Jahresende kostenlos testen.
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