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Eine WordPress-Website besteht nicht aus ein paar Dateien: auf der einen Seite Ihre Dateien, auf der anderen Ihre Datenbank — und sehr oft die Postfächer Ihrer Domain. Wenn „Ich habe ein Backup“ nicht alle drei meint, bleibt Ihnen am schlechten Tag eine halbe Website.
In diesem Leitfaden gehen wir die vier Methoden für das Sichern von WordPress durch — Hosting-/cPanel-Backup, Backup-Plugin, manuelles Backup per FTP + phpMyAdmin und automatisches externes Backup — Schritt für Schritt und ohne zu verschweigen, wo jede hakt.
1. Vor dem Backup: WordPress hat drei Teile
Welche Methode Sie auch wählen, ein solides Backup muss Folgendes umfassen:
- Dateien:
wp-content— die darin liegenden Themes, Plugins und Uploads (Bilder, PDFs), dazuwp-config.phpund.htaccess. - Die MySQL-Datenbank: Beiträge, Seiten, Benutzer, Kommentare, WooCommerce-Bestellungen, Plugin-Einstellungen — das „Gehirn“ der Website.
- E-Mail: Die Postfächer Ihrer Domain (IMAP). Sie sind nicht Teil eines Website-Backups; bei einem Hosterwechsel oder einer Kontoschließung geht jahrelange Korrespondenz verloren.
Häufiger Fehler: nur die Dateien
Den Ordner per FTP herunterzuladen und „Ich habe ein Backup“ zu sagen, ist der verbreitetste Irrtum. Die Dateien sind das Aussehen der Website; der Inhalt selbst steckt in der Datenbank. Ohne sie begrüßt Sie beim Wiederherstellen der Installationsbildschirm.
Methode 2: Hosting-/cPanel-Backup
Der einfachste Einstieg. In cPanel können Sie im Bereich Backup oder Backup-Assistent ein vollständiges Backup herunterladen:
- Melden Sie sich in cPanel an und öffnen Sie Dateien → Backup .
- „Vollständiges Konto-Backup herunterladen“ , um ein Archiv mit Dateien + Datenbank + E-Mail zu erstellen.
- Sobald das Archiv fertig ist (bei großen Websites dauert das Minuten), laden Sie es herunter und bewahren es getrennt auf — nicht nur auf Ihrem eigenen Rechner.
Die Grenze: Standardmäßig liegt dieses Backup auf demselben Server wie Ihre Website. Fällt die Serverfestplatte aus, wird Ihr Konto gesperrt oder verschlüsselt Ransomware die Dateien, kommen Sie auch an das Backup nicht mehr heran. Details in unserem Beitrag dazu, warum ein Hosting-Backup nicht ausreicht .
Methode 3: Ein WordPress-Backup-Plugin
Wird im Dashboard installiert, die Oberfläche ist vertraut. Typischer Ablauf: Plugin installieren, ein Cloud-Konto als Ziel verbinden, Zeitplan einstellen.
Die Grenze: Das Plugin läuft im PHP-Prozess von WordPress selbst. Damit stößt es an drei Wände:
- Zeitüberschreitung: Im Shared Hosting liegt
max_execution_timemeist bei 30–120 Sekunden. Bei einer Website von mehreren GB wird der Prozess beendet, bevor das Backup fertig ist; es bleibt halb — und im Dashboard erscheint meist nicht einmal ein Fehler. - Speicherlimit:
memory_limitist erschöpft und der Prozess endet stillschweigend. - wp-cron: Der Planer von WordPress ist kein echter Cron; kommt kein Besucher, wird das geplante Backup nie ausgelöst. Auf Seiten mit wenig Traffic wird aus „jede Nacht ein Backup“ praktisch „ab und zu ein Backup“.
Methode 4: Manuelles Backup mit FTP + phpMyAdmin
Für alle, die volle Kontrolle wollen. Es geht in zwei Schritten:
A. Dateien per FTP herunterladen
- Verbinden Sie sich mit einem FTP-Client wie FileZilla mit Ihrer Website.
public_html(oder das Stammverzeichnis der Website) und laden Sie alles darin herunter.- Achten Sie darauf, dass versteckte Dateien sichtbar sind — wird
.htaccessübersprungen, gehen Ihre Weiterleitungen verloren.
B. Die Datenbank mit phpMyAdmin exportieren
- Öffnen Sie phpMyAdmin im Hosting-Panel und wählen Sie die Datenbank Ihrer Website.
- Wechseln Sie oben auf den Reiter „Exportieren“ .
- Wählen Sie als Methode Schnell und als Format SQL und laden Sie die Datei herunter. Bei großen Datenbanken nutzen Sie besser die komprimierte Variante (gzip).
Die Grenze: Die Methode funktioniert, hängt aber von einem Menschen ab. In einer vollen Woche öffnet niemand FTP. Und Datenverlust passiert nie an einem eingeplanten Tag. Zudem kann ein phpMyAdmin-Export großer Datenbanken an einer Browser-Zeitüberschreitung scheitern.
Methode 5: Automatisches externes Backup (empfohlen)
Die drei Methoden oben teilen dieselbe Schwäche: Entweder liegt das Backup auf demselben Server, oder es scheitert an PHP-Limits, oder es wartet darauf, dass Sie daran denken. Ein automatisches externes Backup schließt alle drei Lücken.
Bei Yedekalma sieht der Ablauf so aus:
- Sie installieren ein einziges PHP-Modul auf Ihrer Website (ein WordPress-Plugin ist ebenfalls verfügbar). Das Modul läuft unabhängig von WordPress; Plugin-Konflikte und das wp-cron-Problem entfallen.
- Datei-, Datenbank- und E-Mail-Backups (IMAP) werden in Teilstücken erstellt — große Websites laufen also nicht in Zeitüberschreitungen, und die Arbeit wird dort fortgesetzt, wo sie aufhörte.
- Das Backup wird direkt in Ihr Speicherziel geschrieben (Google Drive, S3, FTP, Ihr eigener Server). Ihre Backups liegen nie auf unseren Servern.
- Unveränderte Dateien werden nicht erneut übertragen (inkrementelles Backup), sodass selbst ein stündliches Backup leicht bleibt.
- Schlägt ein Backup fehl oder wird ein Termin verpasst, erhalten Sie eine Warnung — stilles Scheitern gibt es nicht.
6. Vergleich: Welche Methode passt zu Ihnen?
| Kriterium | cPanel | Plugin | Manuell | Automatisch extern |
|---|---|---|---|---|
| An anderem Standort gespeichert | Nein | Teilweise | Ja | Ja |
| Kein Daran-Denken nötig | Nein | Ja* | Nein | Ja |
| Stockt bei großen Seiten nicht | Teilweise | Nein | Teilweise | Ja |
| Deckt auch E-Mail ab | Ja | Nein | Nein | Ja |
| Warnt bei Fehlschlag | Nein | Teilweise | Nein | Ja |
| Wiederherstellung mit einem Klick | Teilweise | Ja | Nein | Ja |
* Hängt von wp-cron ab; bei wenig Traffic wird das geplante Backup womöglich nie ausgelöst.
7. Wie oft sollten Sie sichern?
Die richtige Antwort hängt vom Typ der Website ab. Einfache Regel: der Abstand zwischen zwei Backups ist die Zeitspanne, deren Verlust Sie hinnehmen.
- Unternehmens-Präsentationsseite: Ein wöchentliches Backup genügt meist.
- Blog oder Nachrichtenseite: Täglich. Ein Tag verlorener Inhalte lässt sich aufholen.
- WooCommerce oder Mitgliederseite: Stündlich oder häufiger. Jede verlorene Stunde bedeutet verlorene Bestellungen — siehe Backups für Online-Shops.
- Vor jedem Update: Erstellen Sie unmittelbar vor einem Plugin- oder Theme-Update ein manuelles Backup — siehe vor dem Update sichern und staging testen.
8. Sichern allein genügt nicht: testen Sie
Am gefährlichsten ist ein Backup, das man für vorhanden hält, das aber beschädigt ist. Auch eine SQL-Datei mit null Byte sieht im Ordner wie ein „Backup“ aus. Machen Sie einmal im Monat Folgendes:
- Öffnen Sie das Backup-Archiv und prüfen Sie, ob die Datei
wp-contentund.sqleine plausible Größe hat. - Stellen Sie das Backup in einer Testumgebung wieder her und sehen Sie nach, ob die Website startet.
- Wenn Sie die Schritte nicht kennen: wie man eine WordPress-Website wiederherstellt.
Für das ganze Thema: die Gefahr ungetesteter Backups und die 3-2-1-Backup-Regel.
Häufig gestellte Fragen
Wie oft sollte ein WordPress-Backup erstellt werden?
Das hängt davon ab, wie oft Sie veröffentlichen. Für einen Blog mit ein paar Beiträgen pro Woche reicht ein tägliches Backup. Auf einer WooCommerce-Website mit Bestellungen ist der Abstand zwischen zwei Backups die Menge an Bestellhistorie, deren Verlust Sie hinnehmen — deshalb werden stündliche oder häufigere Backups empfohlen.
Brauche ich ein eigenes Backup, wenn mein Hoster schon eines hat?
Ja. Ein Hosting-Backup liegt auf DEMSELBEN Server wie Ihre Website; bei Serverausfall, Kontosperrung oder Ransomware ist auch dieses Backup unerreichbar. Zudem sind die meisten Hosting-Backups keine Zusage, sondern ein „wir tun unser Bestes“-Dienst.
Was gehört in ein WordPress-Backup?
Drei Teile: die Dateien (wp-content — Themes, Plugins, Bilder), die MySQL-Datenbank (Beiträge, Benutzer, Bestellungen) und, falls vorhanden, die Postfächer der Domain. Ein Backup nur der Dateien oder nur der Datenbank bringt die Website allein nicht zurück.
Kann man WordPress ohne Plugin sichern?
Ja. Yedekalma installiert ein einziges PHP-Modul auf Ihrer Website; da es unabhängig von WordPress läuft, sind Plugin-Konflikte, PHP-Speicherlimits oder wp-cron-Verzögerungen kein Thema. Auf Wunsch können Sie auch das WordPress-Plugin nutzen.
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